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Biografie

Soweit ich zurückdenken kann, habe ich alles mitgesungen, was sich mitsingen ließ. Meinen ersten öffentlichen Auftritt hatte ich 1996 mit „Killing me softly“ von den Fugees auf dem Sommerfest meiner Schule. Ich bekam Applaus, aber er war verhalten. Als ich verunsichert von der Bühne stieg und mit den Menschen aus dem Publikum sprach, erfuhr ich wieso: Die meisten Zuhörer wollten mir nicht glauben, dass ich live gesungen hatte. Und so musste ich den Song an diesem Tag immer wieder a capella vortragen. Bis ich endlich den ganzen Schulhof überzeugt hatte. Der Applaus, den ich in den kleinen Grüppchen bekam, war leiser, aber er war echt. An diesem Tag wurde mir klar: Das ist mein Ding. Ich muss singen.

Einige Zeit später weckte eine Werbesendung mein Interesse: Junge Frauen wurden darin aufgerufen, sich bei einer Castingshow als Sängerinnen zu bewerben. Der Name der Show: Popstars. Ich wusste zwar nicht, was mich erwarten würde, aber da ich nicht das Gefühl hatte, von Stralsund aus meine Gesangskarriere starten zu können, packte ich mein Köfferchen und fuhr zum Casting nach Hamburg. Zwei Monate später stand ich unter den letzten Zwölf von Tausenden Teilnehmerinnen. Auch wenn ich am Ende keine der No Angeles wurde, war diese Erfahrung ein Kick für weitere Musikprojekte.

Mit dem Pop-Trio „New Kind“ veröffentlichte ich meine erste Single und lernte, mich auf Dorfbühnen mit kleinem, aber feierfreudigem Publikum ebenso zurechtzufinden, wie auf der großen Bühne am Hamburger Rathausmarkt beim jährlichen Alstervergnügen. Ich begann, mit verschieden Musikern zu spielen und meine Facetten auszuprobieren. Hochzeiten, Firmenfeiern, Geburtstage und PR-Events. Pop, Soul und Dance-Classics, später auch Jazz.

Singend, tanzend und immer erfüllt von Leidenschaft, vergingen noch einige Jahre, bis ich mit dem Gitarristen Andreas Lebert und dem Saxophonisten Johannes Köppen meine erste Band gründete. Ich hatte über die Jahre so viele Song-Ideen gesammelt und wollte endlich meine eigenen Melodien singen, meine Geschichten erzählen.

Auf meinem neuen Album tue ich das. Ich möchte Menschen mit meiner Stimme umarmen, sie mitnehmen auf eine Reise durch ein Lied, in dessen Text sie sich hier und da vielleicht selbst wiedererkennen. Mit den Jahren und der Arbeit an diesem Album  ist mir klargeworden, dass es nicht (nur) auf die richten Töne ankommt, den Rhythmus, den Text…. Es geht um das Gefühl. Es will raus, sich mitteilen, gesehen und gehört werden.
Songs entstehen aus Geschichten von Menschen. Dies ist meine. Die Geschichte einer Achtklässlerin, die 1992 in das Buch „Meine Schulfreunde“ auf der gestrichelten Linie unter Lieblingsberuf schrieb: „Sängerin“.